Schulsozialarbeit
An der Hauptschule Löhne-West wurde zum Anfang des Schuljahres 1996/1997 das Projekt "Schulsozialarbeit" als ein zuerst befristetes Projekt gestartet. Mit Beginn des Schuljahres 1998/1999 wurde die Schulsozialarbeit an der Hauptschule ohne zeitliche Beschränkung fest etabliert. Für die Tätigkeit stehen wöchentlich 19,15 Stunden (halbe Stelle) zur Verfügung. Die Arbeit wird von der Diplom-Sozialpädagogin Frau Barbara Cuber ausgeübt.
Diplom-Sozialpädagogin Barbara Cuber
Allgemeine Zielsetzung
Die Schulsozialarbeit hilft Schülern, Eltern und Lehrern bei aktuellen Problemen (Erziehungs-, Lern- und Verhaltensschwierigkeiten) sowie bei der Planung und Durchführung von Aktivitäten, die solchen Schwierigkeiten vorbeugen. In Zusammenarbeit mit der Schulleitung, Lehrern, Schülern und außerschulischen Kooperationspartnern soll die Schulsozialarbeit einen Beitrag zu einem veränderten Schulprofil leisten (Weiterentwicklung der Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule, Öffnung von Schule und ihrer regionalen Vernetzung). Leitlinie der Schulsozialarbeit ist es, bei Schwierigkeiten Hilfe so zu geben, dass die Betroffenen lernen, mit ihren Problemen selbst umzugehen und diese zu lösen, dass sie Fähigkeiten für die Zukunft entwickeln, neuen Problemen vorzubeugen oder besser mit ihnen umzugehen.
Zudem wird ein niedrigschwelliges Beratungs- und Gesprächsangebot für Schüler, Lehrer und Eltern gemacht, um soziale Problemlagen früher zu erkennen und durch Vernetzung, z.B. mit dem Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) des Jugendamtes, früher und schneller bearbeiten zu können.
Pädagogische Arbeit
Ein Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit im Rahmen der Schulsozialarbeit an der Hauptschule Löhne-West liegt bei den 5. Klassen. In Anbetracht der Tatsache, dass der Eintritt in die weiterführende Schule einen entscheidenden Schritt ins Leben der Schülerinnen und Schüler darstellt, bietet die Schulsozialarbeit Angebote an, die der besonderen Situation der Fünftklässler gerecht werden sollen.
Projekte und Angebote für die 5. Klassen:
a) Kreatives Klassenzimmer - Zusammenarbeit mit der Jugendkunstschule
b) Klassengemeinschaftswochen - Vorbereitung und Durchführung
c) Projekte und Spielaktionen zum sozialen Lernen mit einem Spielpädagogen
d) Soziale Gruppenarbeit
e) Teilnahme an Team-Besprechungen
Weitere Ziele und Aufgabenfelder der Schulsozialarbeit
a) Beratung und Einzelfallhilfe
Die Beratung ist freiwillig und vertraulich.
Einzelfallhilfe ist eine über die Beratung hinausgehende intensive Betreuung:
- Begleitung und Unterstützung bei psycho-sozialen Problemlagen von Schülern
- Schülerberatung bei Schulschwierigkeiten
- Kriseninterventionen für Schüler in schwierigen Lebenssituationen
- offene Gesprächsangebote in den Pausen
- Beratung von Eltern
- Vermittlung von Schülern, Eltern und Lehrer an unterschiedliche Fachdienste (z.B. Beratungsstellen, Sozial- und Jugendamt, Ausländerbehörden).
b) Elternarbeit
Die Beteiligung und Beratung von Eltern ist ein wichtiges konzeptionelles Element der Schulsozialarbeit.
- Beratung von Eltern in Schul- und Lebenssituationen
- Hausbesuche
- Initiieren von und Teilnahme an Eltern-Schüler-Lehrergesprächen
- Veranstaltungen für Eltern
c) Projekte
Die Schulsozialarbeit unterstützt die Lehrer bei der Vorbereitung und Durchführung von verschiedenen Projekten, z.B. Suchtprophylaxe, Konfliktbewältigung, Sexualpädagogik, Schulfesten, Einbindung externer Projekte in der Schule (z.B. Junge Bühne Löhne - es soll Jugendlichen ermöglichen, im Klassenverband an den Theateraufführungen teilzunehmen, Gestaltung einer Mosaiksäule vor dem Bahnhofsgebäude).
d) Kultur- und Freizeitpädagogik
Die Schulsozialarbeit bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, an einem Nachmittag in der Woche an themenbezogenen Projekten teilzunehmen (z.B. Arbeitsgemeinschaften, Kursen, Workshops). Damit werden Jugendlichen sowohl Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, als auch Anleitungen zur selbstständigen Freizeitplanung gegeben.
Die pädagogischen Ziele sind u.a.:
- Stärkung sozialer Kompetenzen und Gruppenfähigkeit
- Kommunikationsfähigkeit
- Durchhaltevermögen
- Toleranz und Akzeptanz
Die Teilnahme an dem Angebot ist für die Schüler freiwillig.
Ziel der Arbeit ist es, den Schülern verschiedene Angebote der Jugendarbeit in der Stadt
zu zeigen (Jugendzentren, Jugendkunstschule, Kurse in der VHS, INKI-Gruppen,
Ferienfreizeiten).
e) Training sozialer Kompetenzen – Fördergruppe
Zielgruppe sind Jungen und Mädchen, die Verhaltensauffälligkeiten, Missachten von
Grenzen und Kontakt- oder Kommunikationsschwierigkeiten in bestimmten
unterrichtlichen Zeiten, wie z.B. Religionsbetreuung, zeigen. Die Gruppe trifft sich einmal
wöchentlich, um den Abbau von Auffälligkeiten, Regeln akzeptieren, Konzentrations-,
Entspannungs- und Arbeitstechniken zu üben.